3. SAN BERNARDINO PASS

Vom Rheinwald Splügen führt der Weg über Medels, Nufenen nach Hinterrhein. Hier fängt die San Bernardino Passstrasse an. Wir machten einen Ferienaufenthalt in Medels. Deshalb erwähne ich auch diese Ortschaft.


3.1 Medels

Medels besitzt ein hübsches Kirchlein, das sich schön in die Landschaft einfügt (Bild links). Vom Ferienhaus aus hatten wir den Blick auf den Guggernüll (unten Tonschiefer und Schiefer, dann weiter aufsteigend Marmor, Fels, Kalkschiefer und zuoberst besteht der Gipfel aus Gneis, zweites Bild). Hinter dem Guggernüll ragt das Einshorn in den Himmel (er besteht aus Marmor und Kalkschiefer). Beide hier im ersten Morgenlicht. Ganz rechts das Ferienhaus.


Hinter Medels steigt es steil hoch. Alles rundherum ist aus Kalk- und Tonschiefer.  (Bild Mitte) Blickrichtung nach Osten. Ganz rechts und hinter dem Hügel rechts verborgen liegt der Splügenpass. Man sieht noch etwas vom Surettamasiv und links davon das Seehorn. (Bild rechts) das Seehorn mit Teleobjektiv fotografiert (ganz aufgebaut aus dem Roffla-Gneis).


                                Aber auch viele andere Begegnungen hatten wir! Augentrost, Enzian, Distel


3.2 San Bernardinopass

Bild links: die Passstrasse zum San Bernardino. Eine alte Brücke, darunter eine prächtig ausgeschwemmte Schichtung. In der Folge Aufnahmen vom Pass in den verschiedenen Himmelrichtungen: (Mitte) nach Norden, (rechts) nach Westen, (unten links) nach Osten, (unten Mitte) nach Süden, (unten rechts) der Gneis auf der Passhöhe mit einer Quarzader.

Die Passhöhe wird gerne eine «Glaziallandschaft» genannt. Ein mächtiger Gletscher strömte hier nach Süden ins Misox und bildete hunderte von Rundhöckern, alle gekämmt nach Süden. Es gibt hier oben viele kleine Seelein (Bild unten links und Mitte) mit Riedflächen und auf der Passhöhe der tiefblaue Moesalasee (Bild unten rechts). 

Hier nehme ich die geologische Karte (Swisstopo) zur Hand. Wir sehen, der Pass ist in zwei Gebieten aufgeteilt, Die Trennungslinie verläuft Nord-Süd. Alle Vektordaten können wir dieser Karte entnehmen. Das Band, das auf die östliche Seite mit zwei blauen Linien eingegrenzt ist, ist wiederum so aufgebaut wie die Westseite.

Wir bewegen uns im westlichen Gelände und erkunden, wie hier das Gestein spricht. Bildfolge unten (v.l.n.r.): Wir stehen vor einer plötzlichen Senke, unten steht Wasser. Als ich heruntersteige, sehe ich einen mächtigen Quarzgang. Möglicherweise hat er als Trennschicht gewirkt. Aber was liegt darüber? Alles Glimmerschiefer mit einer herrlichen Anordnung der Schichten! Wiederum kann man sich eine gute Vorstellung vom Gefüge Schiefer machen.

Hier ein Detail: Links die Schichtung. dann der typische Glanz des Glimmerschiefers und darauf werden rote Punkte im Gestein sichtbar. Es sind Granate eingegliedert. Also ein richtiger Granat-Glimmer-Schiefer.


Schön vom Gletscher geglätteten Gesteinsoberflächen, die später an ihren Bruchlinien erodierten. Auch Steinbohrer gab es dazumal schon! Es sind Gletschertöpfe, wie wir sie an anderen Orten bereits gesehen haben.


Im Gelände ein weiterer Granat-Glimmer-Schiefer. Ich entdeckte sie jetzt immer wieder und wiederum. Zuhause musste die Schleifmaschine dafür hinhalten, damit das Innere sichtbar wurde. (Bilder unten) man ahnt am Anfang nicht, dass heller Quarz und Granat in diesem Stein verborgen lagen.


Aber auch die wunderschöne Flora muss gezeigt werden. Das Wollegras und die Knabenkräuter haben hier oben genug Feuchte um zu gedeihen.

Vorerst möchte ich die Exkursion der San Bernardino Route hier beenden.

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